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Sprichwörtlich „bewegte“ Vereinsgeschichte
Der TC Schöningen feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem Jahr der Feierlichkeiten

von Nico Jäkel

Schöningen. Es ist selbst für einen Verein mit langer Tradition kein alltägliches Ereignis, ein großes Jubiläum zu feiern. So auch beim TC Schöningen, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen zelebrieren kann. Das soll mit einem ganzen Jahr voller kleiner Feierlichkeiten passieren, die parallel in das 1.275-jährige Stadtjubiläum der Stadt Schöningen eingebunden sind.

Den großen Auftakt dazu bildet der Festkommers mit geladenen Gästen am kommenden Sonnabend, 4. März, im Palas des Schöninger Schlosses, bei dem der Nieder
125 Jahre Werbung 3sächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs als Festredner sprechen wird.

Bewegung ist Sport, der TC Schöningen hat eine bewegte Geschichte

Im Lokal „Deutsches Haus“ Schöningen wurde im Jahr 1898 der Turnclub Schöningen gegründet. Zwistigkeiten unter den Mitgliedern sorgten aber schon drei Jahre nach Vereinsgründung für die Geburt eines weiteren Schöninger Traditionsvereins: des Turnvereins Brüderschaft Schöningen, kurz TVB.

Nachdem die Wogen geglättet waren, blühte der TC Schöningen auf. Neben dem sportlichen Betrieb lag der Fokus dabei stets auch auf gesellschaftlicher Aktivität. So gab es zum Beispiel gemeinsame Theateraufführungen und ähnliches. Nach dem Ersten Weltkrieg zählte der TC Schöningen bereits 270 Mitglieder.

Groß durchstarten konnte der Sportverein allerdings erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs mit Gründung der Handballabteilung im Jahr 1948. Der Mangel einer eigenen Sportanlage wurde im Jahr 1954 behoben, als am Ortsrand der Stadt, gegenüber dem heutigen Autohaus Seydel, ein eigener Sportplatz gebaut wurde. Nur vier Jahre später konnte bereits das eigene Vereinsheim - im Rahmen der 60-Jahr-Feier - eingeweiht werden. Von da an wuchs der Verein beständig, erschloss immer wieder neue Sparten.

Die Freude über den eigenen Sportplatz währte allerdings nicht lange. Nicht einmal 30 Jahre nach dessen Erschließung musste dieser im Jahr 1982 durch die Erweiterung des Tagebaus wieder aufgegeben werden. Der Verein reagierte souverän, zeigte sich flexibel und verlagerte sein Sportangebot in die Halle, das Vereinsheim wanderte an die Elmstraße zum FC 08. Die im Rohbau befindliche Platzwartwohnung wurde vom Verein ausgebaut und 1985 war die Einweihung des neuen Sportheimes. 36 Mitglieder schafften das in 2.000 Stunden Eigenleistung.

Ein Meilenstein des Vereins, das sogar schon länger hält als das Vereinsheim, ist das Vereinszeltlager für die Kinder. Einmal pro Jahr findet es seitdem statt und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit.

Wieder erfuhr der Verein einen großen Mitgliederzuwachs und konnte kurz nach der Grenzöffnung im Jahr 1990 sein 1.000. Mitglied begrüßen.

Weltrang-Sport im TC

E
in Umbruch der positiven Art gab es für den Verein mit dem Beitritt eines großen Teils der Jazz- und Moderndance Abteilung des ehemaligen TSC Rot-Gold Schöningen. Praktisch über Nacht kamen 150 neue Mitglieder in den TC und mit der Gruppe „Imagination“ eine Bundesliga Formation, die fortan auch auf internationaler Bühne für Aufsehen sorgte. So richtete der TC Schöningen in der mit 1.700 Zuschauern gefüllten VW Halle in Braunschweig die Deutsche Meisterschaft im Jazz und Modern Dance aus - und das zweimal. Bei der Ausrichtung in 2008 erreichte „Imagination“ den dritten Platz und löste damit das Ticket zur Teilnahme an der EM in Polen und der WM in Toronto/Kanada.

Neue Wege für den Verein

Im Handball, dem ursprünglichen Kern des Vereins, wurde in den 2000er Jahren ein neuer Weg eingeschlagen. Aus dem einstigen Erzrivalen, dem MTV Schöningen, mit dem
125 Jahre Werbung 1unzählige Stadtderbys in den verschiedenen Ligen ausgefochten wurden, wurde ein verlässlicher Partner.

Der Grund: Die Vereine gründeten, vorrangig zur Sicherung des Nachwuchses, eine Handballspielgemeinschaft. Wenige Jahre später folgte ein weiterer Zusammenschluss mit dem zuvor ebenfalls stark konkurrierenden TSV Schöppenstedt. Unter dem Namen JSG Elm war es zunächst die Jugend, die im Jahr 2014 den Weg für den großen Zusammenschluss aller Altersklassen in der HG Elm im Jahr 2017 bereitete.

Neue Wege für den Verein gab es aber nicht nur im Handball, sondern über alle Sparten hinweg sowie auch für den Verein selbst:
Nachdem dieser zwar über Jahrzehnte hinweg keine eigene Anlage besaß, wurde ab 2018 der Grundstein für etwas Neues gelegt. Mit Unterstützung von vielen Seiten und rund 5.000 Stunden Eigenleistung wurde ein eigenes Grundstück mit einem 400 Quadratmeter Lager-Bau errichtet, in dem nicht nur die umfangreichen Materialien für das Zeltlager einen ordnungsgemäßen Platz fanden.

Generell ist der TC Schöningen stolz auf seine Errungenschaften, zu denen ein eigener Fuhrpark gehört, der sich nicht verstecken muss. Im Gegenteil, durch die Fahrzeugflotte konnte der Verein in der Vergangenheit häufig an Stellen aushelfen, an denen andere Vereine oder Veranstaltungen gescheitert wären.

Ein tragisches Ereignis ereilte den Verein kurz vor dem Jubiläumsjahr. Im Dezember war „Fritze“ Dreyzehner, der über 50 Jahre ehrenamtlich für den Verein tätig war, im Alter von 79 Jahren verstorben.

Helmstedter Sonntag vom 26.02.2023

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