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Würdigung für 88-Jährigen
Warum dieser Schöninger die höchste Auszeichnung der Stadt erhält

Von Markus Brich

Schöningen. Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit: Bürgermeister Malte Schneider verlieh die Wassermaid in diesem Jahr an ein Urgestein des TC Schöningen.

2026 Wassermaid Wilfried MüllerDie Schöninger Ratsvorsitzende Waltraud Rybotycky (von links) und Bürgermeister Malte Schneider zeichneten Wilfried Müller für dessen jahrelanges ehrenamtliches Engagement im TC Schöningen mit der Wassermaid aus.  © FMN | Markus Brich

Mit der Schöninger Wassermaid, der höchsten Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement aus der Bürgerschaft, würdigte Bürgermeister Malte Schneider am Dienstagabend die Verdienste von Wilfried Müller. „Es gibt Menschen, die eine Stadt prägen. Nicht weil sie im Mittelpunkt stehen wollen, sondern weil sie über viele Jahre einfach da sind, Verantwortung übernehmen und mit anpacken, wenn etwas getan werden muss. Ein solcher Mensch ist Wilfried Müller“, betonte Schneider in seiner Laudatio vor dem versammelten Rat der Stadt.

Mit der Wassermaid ehre die Stadt in diesem Jahr nicht nur ein langjähriges Mitglied des TC Schöningen. „Wir ehren einen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg nicht nur den Verein, sondern auch das Miteinander in unserer Stadt mitgeprägt hat“, hob Schöningens Bürgermeister hervor.

50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im TC Schöningen
1949 trat Müller in den TC Schöningen ein. Vier Jahre wirkte er im Verein als Jugendwart, 20 Jahre als Handballobmann. 15 Jahre führte er den TC als Vorsitzender, die Wanderabteilung leitete er elf Jahre. Damit blickt er auf 50 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit zurück. Seit 1996 ist der heute 88-Jährige Ehrenvorsitzender des Vereins.

„Wilfried Müller gehört zu jener Generation, für die Ehrenamt selbstverständlich war. Er hat über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen im Vorstand, in der Organisation, in der Jugendarbeit – also vor allem dort, wo Menschen zusammenkommen“, so Schneider. „Nie laut, aber immer verlässlich“ – das zeichne den 88-Jährigen aus. Er habe sich nie in den Vordergrund gedrängt, aber immer Dinge möglich gemacht.

Vereinsheim am Schöninger Elmstadion steht für Zusammenhalt und Gemeinschaft
„Das hat sich besonders in einer schwierigen Phase des TC Schöningen gezeigt. Als der Verein seine sportliche Heimat verlor, war das für viele ein schmerzhafter Moment“, blickte Schneider zurück. Genau in solchen Situationen brauche es Menschen, die nicht zurückschauen, sondern nach vorn. Mit Tatkraft, Optimismus und viel persönlichem Einsatz habe Müller geholfen, dem Verein eine neue Heimat zu geben: „Das Vereinsheim am Elmstadion steht bis heute auch für diesen Geist: für Zusammenhalt, für Gemeinschaft und für Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu tragen.“

Helmstedter Nachrichten vom 12.03.2026

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